Es gibt Begegnungen, die bleiben.
Nicht, weil man besonders viel gesagt hat. Sondern weil etwas in diesem Moment berührt wurde, das sich nur schwer in Worte fassen lässt.
Genau das ist es, was ich so erfüllend finde und warum ich mich für die Ausbildung zum Medium entschieden habe.
Menschen in besonderen Momenten begleiten
Aktuell arbeite ich ausschließlich mit Übungsklienten.
Aber ich weiß, wer zu einem Medium kommt, bringt oft eine ganz persönliche Geschichte mit. Vielleicht ist ein geliebter Mensch verstorben. Vielleicht gibt es Fragen, die nie beantwortet werden konnten. Vielleicht ist da einfach dieses Gefühl: Da ist noch etwas, das ich verstehen oder erfahren möchte.
In solchen Momenten geht es für mich nicht darum, fertige Antworten zu liefern oder jemandem vorzuschreiben, was er glauben soll.
Es geht darum, einen Raum zu schaffen.
Einen Raum, in dem Gefühle sein dürfen. In dem Erinnerungen auftauchen können. In dem vielleicht etwas wahrgenommen wird, das dem Menschen Trost, neue Perspektiven oder ein Gefühl von Verbundenheit gibt.
Wenn aus Trauer wieder Nähe wird
Besonders berührend finde ich die Momente, in denen Menschen während einer Übungssitzung plötzlich lächeln.
Manchmal ist es eine kleine Erinnerung, ein bestimmtes Detail oder eine Botschaft, die etwas im Menschen verändert. Und zum Ende einer Sitzung sollte es immer eine Botschaft aus der geistigen Welt geben, die zur aktuellen Lebenssituation des Klienten passt (Die mir vorab immer unbekannt ist!).
Die Trauer ist dadurch nicht einfach verschwunden. Und das soll sie auch gar nicht.
Aber manchmal verändert sich der Blick auf das Erlebte.
Aus „Ich habe diesen Menschen verloren“ kann für einen Moment ein „Ich fühle mich ihm wieder nah“ werden.
Genau diese Augenblicke sind für mich etwas ganz Besonderes.
Es geht um mehr als um Jenseitskontakte
Meinen Weg und später als Medium zu arbeiten empfinde ich auch deshalb als erfüllend, weil es Menschen dazu bringen kann, sich mit den großen Fragen des Lebens auseinanderzusetzen.
Was bleibt von uns?
Gibt es eine Verbindung, die über den Tod hinausgeht?
Warum erleben manche Menschen Dinge, die sie sich selbst nicht erklären können?
Und was bedeutet all das für unser eigenes Leben?
Ich finde diese Fragen faszinierend. Nicht, weil ich auf jede davon eine eindeutige Antwort habe. Sondern gerade weil sie uns dazu einladen, unsere bisherigen Vorstellungen zu hinterfragen.
Jeder Mensch erlebt es anders
Eine mediale Sitzung ist für mich deshalb auch niemals einfach ein „Ablauf nach Plan“.
Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte, seine eigenen Gefühle und seine eigenen Fragen mit.
Und genau das macht diese Arbeit so besonders und gleichzeitig ist es eine Herausforderung.
Es ist die Kombination aus Begegnung, Intuition, Wahrnehmung und der Offenheit dafür, dass vielleicht nicht alles im Leben sofort erklärbar sein muss und das wirklich nichts unmöglich ist.
Warum ich diese Arbeit liebe
Ich darf Menschen in sehr persönlichen Momenten begleiten.
Ich darf miterleben, wenn sich ein Gesichtsausdruck verändert, wenn aus Anspannung plötzlich Erleichterung wird oder wenn jemand nach einer Sitzung sagt:
„Damit habe ich nicht gerechnet.“
Und manchmal ist es auch einfach die Möglichkeit, einen Menschen ein Stück auf seinem ganz persönlichen Weg zu begleiten.
Offene Fragen klären sich, mögliche Selbstvorwürfe lösen sich endlich auf und manchmal hört man das erste mal in seinem von einem Elternteil in der geistigen Welt: „Ich bin Stolz auf dich und das war ich immer“
Für mich bedeutet diese Arbeit vor allem eines:
Menschen zu begegnen. Wirklich zuzuhören. Offen zu bleiben.
Und vielleicht dazu beizutragen, dass die Menschen die den Weg zu mir finden, ein bisschen Heilung erfahren.